Mrz 26

Abzocke mit Registereintragungen

Immer wieder Thema:

Da flattert mir ein Fax auf den Schreibtisch, Eintragung in ein Unternehmensregister, ich solle bitte die bereits eingetragenen Daten überprüfen und ggf. ergänzen und zur Bestätigung zurücksenden. Ich werfe sowas normalerweise in den Papierkorb, wenn ich nicht positiv weiss, dass ich willentlich in einem solchen Register, wie auch immer es sich nennt, eingetragen bin. Hier war ich aber aus irgendeinem Grund neugierig, und habe auch das Kleingedruckte gelesen. Das war doch überraschend !

Mit der Bestätigung hätte ich nämlich einen Vertrag auf Eintragung in ein Register abgeschlossen, Laufzeit 3 Jahre, mit automatischer Verlängerung, Kosten 936,– Euro, pro Jahr (!). Vertragspartner ist eine Limited mit Sitz in Istanbul, anzuwenden ist türkisches Recht.

Und ich dachte zunächst, ich müsse nur den kostenlosen Eintrag bestätigen.

Fazit: Augen auf im Straßenverkehr, und wenn man was unterschreibt, erst mal das Kleingedruckte lesen, insbesondere, wenn es vermeintlich kostenlos ist. Oder gleich in den  Papierkorb werfen.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Mrz 20

Pflicht zur elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen

Seit dem Besteuerungsjahr 2011 müssen deutlich mehr Steuererklärungen auf elektronischem Weg eingereicht werden. Bisher betraf das regelmäßig nur Arbeitgeber und Unternehmer für Lohnsteuer- und Umsatzsteuervoranmeldungen. Inzwischen gilt das auch für die Jahressteuererklärungen, also die Erklärungen für Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer 2011 sowie für die Einkommensteuererklärung, wenn man Gewinneinkünfte hat. Damit sind alle Einzelunternehmer, Gewerbetreibende und selbständig Tätige, also auch Freiberufler, betroffen.

Nicht betroffen von der Verpflichtung sind nach wie vor Arbeitnehmer. Die können nach wie vor die Steuererklärung noch in Papierform einreichen.

Die übrigen oben genannten müssen entweder über das Internetangebot der Finanzverwaltung bei www.elster.de die Erklärung elektronisch einreichen oder sich die Dienste eines Steuerberaters zu Nutze machen, der dann alles Notwendige erledigt.

Näheres in einer Pressemitteilung der Oberfinanzdirektion (OFD) Koblenz vom 22.02.2012.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Jan 19

Musterverfahren zur Abziehbarkeit von Kosten für die Berufsausbildung

Immer wieder neu aufgerollt: Die steuerliche Abziehbarkeit von Kosten für eine Berufsausbildung.

Bisher waren diese Kosten nur eingeschränkt steuerlich absetzbar, und nur als sog. Sonderausgaben, was zur Folge hatte, dass diese Kosten in vielen Fällen wirkungslos verpufft sind. Im Sommer 2011 hatte der Bundesfinanzhof dann entschieden, dass solche Kosten unbeschränkt absetzbar sein müssen, und zwar als vorweggenommene Werbungskosten. Dies hätte zur Folge, dass man diese Kosten im Wege des Verlustvortrags auch in späteren Jahren berücksichtigen und dann mit Einkünften verrechnen könnte. Das macht wirtschaftlich Sinn, denn für die Erzielung dieser Einnahmen sind die Kosten ja entstanden. Diese Kosten nur deswegen nicht zu berücksichtige, weil sie nicht im gleichen Jahr wie die Einnahmen entstanden sind, erschien den BFH nicht sachgerecht. Dies dürfte auch dem Rechtsempfinden der meisten Steuerbürger entsprechen, insbesondere dann, wenn es sich um hohe Kosten handelt, die ggf. sogar über Kredit finanziert sind und in den Folgejahren aus den dann erzielten Einkünften wieder getilgt werden müssen, wie das z.B. typischerweise bei Piloten der Fall ist.

Diese neue Rechtslage war offenbar der Finanzverwaltung nicht genehm, weshalb sie ein Gesetz eingebracht hat, das auch verabschiedet wurde, worin die bisherige Rechtslage im Wesentlichen  wieder hergestellt wurde.

Der Bund der Steuerzahler berichtet jetzt, dass nun ein erstes Verfahren gegen diese Neuregelung anhängig ist. Weitere Erläuterungen und Tipps zum weiteren Vorgehen gibt es in einer aktuellen Pressemitteilung des BdStZ.

Die Pressemitteilung findet man hier: Pressemitteilung Bund der Steuerzahler wegen steuerlicher Abziehbarkeit der Kosten der Berufsausbildung.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Jan 18

Umsatzsteuer-ID kostet keine Gebühren !

Es erstaunt doch jedesmal, welche perfiden Abzockmaschen immer wieder auftauchen.

Aktueller Fall:

Unternehmen erhalten ein Schreiben, in dem der Anschein erweckt wird, sie sollen für die Vergabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) eine Gebühr bezahlen. Es werden insbesondere neu gegründete Firmen angeschrieben.

Man kennt das ja schon, wenn man eine Firma in das Handelsregister eintragen lässt, bekommt man amtlich aussehende Schreiben, die die Eintragung in dubiose „Gewerberegister“ oder ähnliches anbieten, möglichst noch als sich automatisch verlängerndes Abo über mehrere Jahre. Wenn man das unterschreibt und zurückschickt, ohne das Kleingedruckte gelesen zu haben, in der Annahme, man müsse lediglich die Daten als korrekt bestätigen, bekommt man nach einiger Zeit eine saftige Rechnung geschickt, und kurz danach eine Mahnung und Androhung weiterer rechtlicher Schritte.

Jetzt sind einige Gauner anscheinend auf den Dreh mit der Umsatzsteuer-ID-Nr. gekommen. Also Vorsicht, auf keinen Fall zahlen oder zurückschicken. Interessant ist dabei, dass die Firmen, von denen die Schreiben kommen, meist sogar im Ausland sitzen, was aber wahrscheinlich nur ersichtlich ist, wenn man genau hinschaut.

Wenn Sie Zweifel haben, fragen Sie Ihren Steuerberater.

Alleinzuständig für die Vergabe der USt-ID-Nr. ist das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt). In der Regel beantragen die Unternehmen bei ihrem zuständigen Finanzamt die Erteilung der USt-Id-Nr., und diese übermitteln die Anträge dann intern an das BZSt.

Es besteht  auch die Möglichkeit, das direkt online zu machen, den Link dazu finden Sie auf unserer Webseite im Mandantenbereich, oder auch hier direkt beim Onlineserver der Finanzverwaltung.

Danke an den Blog Steuerrechtblog.de für den Hinweis auf diese neue Masche.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Dez 30

Steuertipp, nicht nur zum Jahresende: Spenden senkt die Steuerbelastung !

Ein Steuertipp, den man stärker nutzen könnte, und an den wir immer wieder gerne erinnern:

Spenden sind steuerlich voll absetzbar, im Rahmen von gewissen Höchstgrenzen, die allerdings so hoch sind, dass sie regelmäßig kein Problem darstellen. Wer also sein Einkommen kurz vor Jahresende oder generell noch mit sinnvollen Ausgaben senken oder drücken möchte, kann das damit sehr einfach und effektiv tun. Oft besteht ja sogar die Möglichkeit, einen Werbeeffekt zu erzielen, mit Presse oder offizieller Veröffentlichung oder Nennung. Das macht das ganze doppelt effektiv, insbesondere, wenn Initiativen und Aktionen im lokalen Umfeld unterstützt werden. Schauen Sie nur in die lokale Zeitung, wer dort alles erscheint, mit sogar relativ geringen Beträgen. „Tue Gutes und sage es weiter“ ! Sehen Sie sich doch einfach mal in Ihrem Ort oder Ihrer Stadt um, da gibt es sicher unterstützenswerte Aktivitäten.

Durch die Steuerersparnis kostet Sie das Ganze nur grob gesagt die Hälfte, und Sie können genau bestimmen, wohin Ihr Geld fliesst, und was damit gemacht wird. Diese Möglichkeit haben Sie bem Steuerzahlen leider nicht, da geht alles in den großen Topf, und bleibt sicher oft an der falschen Stelle, und sei es bei der Verwaltung, hängen.

Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten !

Weitere Erläuterungen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hier bei www.steuertipps.de. Und wenn Sie im Raum Aschaffenburg etwas suchen, schauen Sie doch mal auf unserer Webseite im Bereich Profil – Mitgliedschaften, oder in unserem Kanzleiblog unter Charity, da sehen Sie einige der Aktivitäten, die wir bei Kern & Heß unterstützen. Vielleicht ist ja was für Sie dabei.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Jul 07

Merkblatt: Was müssen Kleingewerbetreibende beachten ?

Ein Merkblatt der IHK Dresden stellt zusammen, was Kleingewerbetreibende bei der Aussendarstellung beachten müssen.

Diese Fragen werden im Merkblatt beantwortet:

  1. Wer ist Kleingewerbetreibender?
  2. Warum müssen Kleingewerbetreibende mit ihrem Namen und ihrer Anschrift im Geschäftsverkehr auftreten?
  3. Welche Fehler können bei Geschäftsbezeichnung und Geschäftsangaben gemacht werden?
  4. Welche Handlungsempfehlungen sollten Kleingewerbetreibende beachten?

Das Merkblatt kann auf den Seiten der IHK Dresden heruntergeladen werden.

Zum Merkblatt der IHK Dresden (PDF)

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Mai 24

Bürokratie: Bund belastet Unternehmen mit 651 Pflichten

Deutsche Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, 651 bürokratische Tätigkeiten zu übernehmen, ohne dass der Staat die Kosten dafür erstattet.

Das ist das Ergebnis einer Studie des Nationalen Zentrums für Bürokratiekostenabbau (NZBA) an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Die Studie liste erstmalig alle so genannten „Inpflichtnahmen“ des Bundes auf. Aufgezeigt werden auch die Kosten, die dadurch entstehen. Genannt werden zum Beispiel die Vielzahl der Bescheinigungen, die ein Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer ausstellen muss.

Das überrascht Sie als Unternehmer sicher nicht, denn Sie und wir haben täglich mit dieser Bürokratie zu tun. Da die Bürokratie trotz Bemühungen bisher nur unwesentlich weniger wird, und eine gute Fee, bei der man drei Wünsche frei hat, nicht in Sicht ist, stellt sich für ein Unternehmen durchaus die entscheidende Frage: „Wie gehe ich mit der Bürokratie um ?“.

Es gibt immer einen ökonomischen und einen umständlichen Umgang mit den Anforderungen. Entscheidend ist das Wissen um die Zusammenhänge und die Konsequenzen.  Wenn Sie einen Berater an der Seite haben, der die Bürokratie als Herausforderung und nicht als Arbeitsbeschaffungsmassnahme betrachtet, haben Sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Ihrer Konkurrenz, was Kosten und Zeiteinsatz betrifft.

Weitere Details zur Studie gibt es bei www.mittelstanddirekt.de.

Interessant ist durchaus auch die Webseite der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die viele wichtige Themen aufgreift und anspricht, die für unser Land von großer Bedeutung sind.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Mai 23

Merkblatt: So werden Online-Umsätze besteuert

Ein Merkblatt der IHK Berlin informiert darüber, wie Online-Umsätze steuerlich behandelt werden.

Es soll einen Überblick darüber geben, inwieweit bei Umsätzen im elektronischen Geschäftsverkehr die Umsatzsteuer zu berücksichtigen ist. Dabei wird besonders auf den grenzüberschreitenden Online-Umsatz eingegangen.

Folgende Fragen werden im Merkblatt beantwortet:

  • Wer ist steuerpflichtiger Unternehmer?
  • Wann sind Angebote bzw. Dienstleistungen im elektronischen Geschäftverkehr umsatzsteuerpflichtig?
  • Wie hoch ist der Steuersatz bei Online-Umsätzen?
  • Wie kann der Unternehmer den Nachweis der Nichtsteuerbarkeit erbringen?
  • Wer hat das Recht auf einen Vorsteuerabzug?
  • Welche Termine gelten für Umsatzsteuer-Voranmeldungen und – Jahreserklärungen?

Zum Merkblatt der IHK Berlin

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Mai 20

Zwei interessante Videos über den Umgang mit der Zeit

Ich habe kürzlich ein sehr interessantes Buch gelesen: „Die neue Psychologie der Zeit: und wie sie Ihr Leben verändern wird“ von Philip G. Zimbardo, John Boyd, Karsten Petersen.

Es geht um das unterschiedliche Zeitempfinden und daraus resultierende Konsequenzen für Lebensplanung und Erfolg.

Dazu gibt es bei Youtube ein Video eines Vortrags des Authors Philip Zimbardo, der kurz und prägnant, die wesentlichen Inhalte vorträgt und illustriert.

Noch besser und absolut beeindruckend ist das zweite Video, das den Vortrag zeichnerisch illustriert. Das ist muss man sich wirklich ansehen, und witzig ist es auch noch.

Danke an www.toolblog.de für den Tipp.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de

Feb 25

Muster eines Businessplans

Wie kann ein Businessplan aussehen ? Ein Muster und Tipps und Infos zur Erstellung gibt es bei www.kostenlose-vordrucke.de, mit einem Verweis auf ein Muster eines Businessplans der IHK München und Oberbayern. Das ist sicher hilfreich, wenn man selbst einen solchen Businessplan machen soll.

Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de