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24.3.2008 von HK.
Ein Versuch aus der Hirnforschung zeigt ein interessantes Ergebnis: Ein faires Angebot, und damit auch ein fairer Umgang im Geschäftsleben, ist ein Geschäft für beide Seiten.
Auf www.wissenschaft.de ist folgendes zu lesen:
Ein faires Angebot macht glücklich, auch wenn der finanzielle Gewinn dabei eher gering ausfällt. Das geht aus einer Studie hervor, bei der Versuchspersonen zufriedener und glücklicher waren, wenn sie zwei Dollar von einer Gesamtsumme von vier Dollar angeboten bekamen, als wenn zwei von zehn Dollar zu haben waren. Gehirnscans, die während der Unterbreitung des Angebots bei den Probanden gemacht wurden, bestätigten das subjektive Gefühl der Testpersonen: Bei fairen Angeboten war eine erhöhte Aktivität der Belohnungszentren im Hirn zu sehen, berichten Golnaz Tabibnia von der Universität von Kalifornien in Los Angeles und seine Kollegen.
Fairness im Geschäftsleben ist durch die gerechte Verteilung einer Summe zwischen zwei Parteien definiert. Ein faires Verhalten gilt auf lange Sicht materiell als günstigster als unfaires. Forscher nahmen daher bis jetzt an, dass die Zufriedenheit bei fairer Behandlung rein materiell bedingt ist.
Den kompletten Artikel finden Sie auf www.wissenschaft.de.
Nachdem es ja in der Wirtschaftswissenschaft auch Untersuchungen zu diesem Thema gibt, die ein entsprechendes Verhalten der Wirtschaftssubjekte beschreiben und begründen und für wirtschaftlich sinnvoll und rational erklärbar halten, ist es interessant, dass die Hirnforschung die Beobachtungen unterstützt, obwohl die Erklärung eine ganz andere ist. Die Belohnung findet dann nämlich nicht extern in der Form eines möglicherweise kurzfristigen größeren wirtschaftlichen Erfolges, sondern direkt und sofort intern im Belohnungszentrum des Gehirns. Daß auf Dauer der wirtschaftliche Erfolg aller Individuen im Fall des fairen Umgangs größer ist, ist umso erfreulicher. Dies zu belegen, ist dann wieder Sache der Wirtschaftswissenschaften.
Es zeigt sich hier, wie in vielen anderen Beobachtungen des Wirtschaftslebens auch, daß vermeintlich rationale Entscheidungen letztlich doch eher vom Bauch kommen, und trotzdem richtig sind.
Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de
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24.3.2008 von Harald Kern.
Nicht wirklich überraschend: Geld allein macht nicht glücklich. Sind die Grundbedürfnisse gesichert, nimmt der Nutzen von zusätzlichem Geld ab. Das haben wir an der Uni schon gelernt unter dem Stichwort “Das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen”. Trotzdem sind die Auswirkungen und psychologischen Hintergünde immer wieder interessant.
Auf www.wissenschaft.de wird folgendes berichtet:
Wer sein Geld nicht nur für den eigenen Nutzen ausgibt, ist glücklicher. Schon fünf Dollar am Tag reichen, um dem persönlichen Glücksgefühl einen Schub zu verpassen und eine deutliche Steigerung der Zufriedenheit auszulösen. Das haben Forscher von der Universität von British Columbia in Vancouver experimentell nachgewiesen. Unter der Leitung der Psychologin Elizabeth Dunn verglichen die Wissenschaftler in mehreren Versuchen die persönliche Zufriedenheit mit der Art und Weise, wie Geld ausgegeben wurde – für den Eigennutz oder für andere.
Den Ergebnissen zufolge sind Menschen, die ihr Geld “sozial” ausgeben und Geschenke für andere kaufen oder an Hilfseinrichtungen spenden, glücklicher als Menschen, die ihr Einkommen vor allem für sich selbst ausgeben.
Den kompletten Artikel finden Sie auf www.wissenschaft.de.
Übrigens, Spenden kann man, sogar in erheblichem Umfang, von der Steuer absetzen. Das ergibt dann sozusagen ein steuerlich gefördertes persönliches Glücksprogramm. Also ein Steuermodell, wo am Schluß alle was davon haben. Und im Gegensatz zu vielen anderen “steuersparenden” Geldanlagen ist hier zwar zum Schluss das Geld auch weg, aber es bleibt das angenehme Gefühl, etwas sinnvolles getan zu haben.
Harald Kern, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Aschaffenburg, www.kern-hess.de
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